Studie zeigt: Einsaat kann CO₂-Speicherung im Apfelbau fördern

Gemeinsam mit der Universität Bozen hat das Südtiroler Apfelkonsortium eine neue Untersuchung zur CO₂-Speicherung im Apfelbau vorgestellt. In dem Projekt wurden zwischen 2023 und 2025 auf fünf Versuchsanlagen in Südtirol gezielte Einsaaten zwischen den Baumreihen getestet. Ziel war es herauszufinden, ob durch zusätzliche Begrünung der Unterkultur mehr Kohlenstoff im Boden gebunden und stabilisiert werden kann.

Für die Feldversuche stellten Pionierbetriebe aus der Sustainapple-Gruppe ihre Flächen zur Verfügung. Untersucht wurden zwei gängige Mischungen – eine Gräser- und eine Leguminosenmischung – im Vergleich zur üblichen spontanen Vegetation. Insgesamt wurden über 7.000 Bodenproben analysiert, um chemische und biologische Bodenparameter zu erfassen. Erste Ergebnisse zeigen, dass Einsaaten den Anteil von organischem Kohlenstoff im Oberboden erhöhen können. Die Effekte auf andere biologische Boden-Eigenschaften waren laut Studie eher gering und stark saisonal beeinflusst, etwa durch Wetterbedingungen. Konkrete Aussagen zur absoluten Menge des gespeicherten CO₂ stehen noch aus, da eine vollständige CO₂-Bilanz Teil zukünftiger Untersuchungen sein soll.

Das Projekt wird inzwischen weitergeführt und von der Vereinigung der Erzeugerorganisationen Alpoma finanziell unterstützt, um langfristige Daten zu gewinnen und Empfehlungen für eine klimafreundliche Apfelanbau-Praxis zu entwickeln.