SolarModule auf einer Wiese

Solarstrom in der Apfelwirtschaft

Die Landesregierung will Agri-Photovoltaik in Südtirol ermöglichen – allerdings unter klaren Rahmenbedingungen. Photovoltaik-Module sollen ausschließlich über Apfel-, Kirsch- und Pflaumenanlagen erlaubt sein, nicht jedoch in Weinbergen oder auf Wiesen. Als potenziell geeignet gelten rund 8.000 Hektar, das entspricht etwa 44 Prozent der Südtiroler Apfelfläche. Die entsprechende Durchführungsbestimmung soll im Juni beschlossen werden.

Am 26. Mai wurde in Auer die erste Testanlage eröffnet. Auf einer Fläche von 3.000 Quadratmetern erzeugen Module in knapp fünf Metern Höhe Strom für rund 20 Haushalte. Begleitet wird das Projekt von Eurac Research und dem Versuchszentrum Laimburg.

Untersucht werden unter anderem Auswirkungen auf Mikroklima, Wasserbedarf, Fruchtqualität und Schädlingsdruck. Doch auch die Argumente kritischer Stimmen sollen berücksichtigt werden: So werden beispielsweise klare Regeln geregelt, um das Landschaftsbild zu schützen und die landwirtschaftliche Nutzung nicht einzuschränken. Auch die Wirtschaftlichkeit einer kostenintensiven Investition in Agri-Photovoltaik muss sorgfältig geprüft werden.

Mehr Eigenstrom dank leistungsstarkem Batteriespeicher

Die Obstgenossenschaft Frubona setzt auf Energiespeicherung und betreibt eine der leistungsstärksten Batterien Südtirols. Ziel ist es, mehr des selbst erzeugten Solarstroms auch dann zu nutzen, wenn keine Sonne scheint – etwa nachts oder bei schlechtem Wetter. Der Speicher am Standort Siebeneich fasst bis zu 2.000 Kilowattstunden und reicht voll geladen für rund vier Stunden Betrieb.
Bisher deckt Frubona rund 26 Prozent ihres jährlichen Strombedarfs von etwa fünf Millionen Kilowattstunden mit Solarenergie. Mit dem neuen Speicher soll dieser Anteil in Siebeneich künftig auf 40 Prozent steigen.