Pflanzenschutz und Artenvielfalt: Ein differenzierter Blick ist gefragt
Pflanzenschutz ja oder nein? Die Diskussion darüber wird häufig emotional geführt. Der Agrarökonom Prof. Dr. Peter Breunig von der Fakultät Landwirtschaft, Lebensmittel und Ernährung am Campus Triesdorf der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf plädiert in einem Interview mit der deutschen Regionalzeitung „Nürnberger Nachrichten“ für eine differenzierte Betrachtung: Moderne Pflanzenschutzmittel könnten, richtig und gezielt eingesetzt, dazu beitragen, Erträge zu sichern und gleichzeitig wertvolle Flächen für die Natur zu erhalten. Denn höhere Erträge auf bestehenden Anbauflächen verringern den Druck, zusätzliche Flächen landwirtschaftlich zu nutzen. Breunig weist zudem darauf hin, dass der ökologische Landbau zwar wichtige Beiträge leistet, aufgrund geringerer Erträge jedoch mehr Fläche benötigt, um dieselbe Menge an Lebensmitteln zu erzeugen. Entscheidend sei deshalb nicht die pauschale Bewertung einzelner Anbausysteme, sondern eine nachhaltige Gesamtstrategie, die Produktivität, Umwelt- und Ressourcenschutz miteinander verbindet.
Das gesamte Interview (April 2025) kann man hier nachlesen: Fränkischer Experte verblüfft: Darum sind Pflanzenschutzmittel gut für die Artenvielfalt



